Das Problem mit dem Schicksal…

Man arbeitet hart für Dinge, die einem extrem wichtig sind. Man gibt sein Bestes und es gelingt einem. Man hat endlich das erreicht, wofür man so lange gekämpft hat. Und dann sagt sich das Schicksal: „Nö, so geht das aber nicht. Ich drück dir so richtig einen rein, womit du nie rechnen wirst.“ Tzja, ich spreche leider nicht über die Probleme einer Freundin, sondern gerade über mich selber. Ich weiß ja nicht, ob ihr den Film „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ kennt, aber diese Bezeichnung vom Schicksal trifft voll ins Schwarze! Ich will gar nicht genau erzählen, was passiert ist, weil privat auch privat bleiben sollte. Aber ich finde, das Leben ist manchmal einfach nur ungerecht! Sogar bei kleinen Dinge. Wenn ich zum Beispiel jemandem erzähle, dass ich gerade super zufrieden mit meiner Haut bin, dann wache ich am nächsten Tag mit drei Unreinheiten im Gesicht auf. Wenn man sagt hey, im Job läuft es gerade echt gut. Zack! Kriegt man beim Job total einen rein, macht Fehler oder ist einfach nur überfordert.

Ich habe das Gefühl, sobald man seinen Gedanken freien Lauf lässt und es anderen mitteilen möchte, wird man bestraft. Ganz oft denke ich auch, ich hätte gar nicht darüber nachdenken sollen, mich mit dem Thema gar nicht weiter befassen sollen, denn im nächsten Moment ändert sich wieder alles. Warum ist das so? Warum kann nicht einfach mal etwas gut laufen? Warum? Den Weg, den man geht, der ist sowieso schon super schwierig, man muss viel kämpfen, was natürlich auch total in Ordnung ist, denn ich persönlich will gar nichts geschenkt haben.

Eigentlich war mein Leitspruch immer „Everything happens for a reason“. Meistens hat sich nach einem Schicksalsschlag auch nach kurzer Zeit erklärt, warum das gerade eigentlich so passiert ist. Man lernt natürlich auch aus Dingen. Man muss auch immer wieder neue Erfahrungen machen. Wenn immer alles so ist, wie es ist, wäre es ja auch langweilig? Oder? Nein! Warum müssen sich Dinge im Leben ändern? Warum kann nicht einfach alles so laufen, wie man es sich in seinem Kopf zusammen reimt? Was denkt sich das Schicksal eigentlich? Es sind Fragen über Fragen die man (oder auch nur ich) sich immer wieder stellt, wenn etwas passiert, was unvorhersehbar ist.. Braucht man ab und zu Veränderung in seinem Leben? Oder könnte man auch einfach so weiter machen, wie man bisher weiter gemacht hat? Ein Schicksalsschlag. Was will uns das Schicksal damit eigentlich mitteilen? Das man gerade mit dem was man tut einen Fehler macht? Oder das man vielleicht einfach sein Leben überdenken sollte?

Ein gutes Beispiel ist bei mir die Entstehung dieses Blogs. Ich habe bestimmt schon seit drei Jahren davon geredet, dass ich gerne einen Blog starten möchte, habe mich aber nie getraut. „Was sagen die anderen?“, „Was denken die?“, „Was ist wenn sich keiner meine Beiträge durchließt?“, „Ist das überhaupt toll was ich trage?“ Alles Fragen, die man sich stellt. Seit Anfang des Jahres war ich fast bereit, einen Blog zu starten, habe aber auch immer wieder Ausreden gefunden, ihn doch nicht anzufangen. „Keine Zeit“, „Keine Idee was ich schreiben soll“, „Ich weiß gar nicht wie das alles funktioniert“… und und und. Ich war Anfang März bei einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Riesiger Arbeitgeber, klang alles toll was erzählt wurde. Es wäre eine tolle Ausbildungsstelle gewesen mit tollen Perspektiven. Alles also gut, aber mein Gefühl war ein anderes. Ich habe mich persönlich einfach nicht wohl gefühlt. Aber in dem Moment war es mein einziger Lichtblick, doch noch dieses Jahr eine Ausbildung zu beginnen. Als ich aus dem Vorstellungsgespräch raus kam, bin ich die Treppe herunter gefallen und habe mir sehr, sehr böse den Fuß verstaucht. In dem Moment dachte ich einfach nur, was soll das jetzt? Warum muss ich ausgerechnet jetzt hier hinfallen und mir den Fuß verletzen, wo ich gerade einen festeren Job in Sicht habe, richtig gut und sehr regelmäßig beim Sport war und auch sonst viel Arbeit anstand.

Tzja aus dem Grund, weil ich weder mit diesem Fuß arbeiten gehen konnte, noch irgendwie einkaufen oder den Haushalt erledigen. Ich war an das Bett gefesselt. Ich konnte nichts anderes machen, als einfach nur auf der Couch oder im Bett zu liegen. Daher habe ich all meinen Mut zusammen genommen und diesen Blog ins Leben gerufen und habe bisher keinen einzigen Tag bereut. Und ebenfalls gemerkt, dass ich die Ausbildung dort gar nicht machen wollte. Sie haben sich im Endeffekt auch gegen mich und für andere entschieden, aber genaue das war dann der zweite Schicksalsschlag.

Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen! Klar, aber all diese tollen Sprüche sind leichter gesagt, als getan. Dinge, die einen sehr verletzen und die nicht nur einen Teil in deinem Leben beeinflussen, sondern vielleicht dein ganzes Leben sind, sind nicht einfach zu verstehen. Durch eine kleine Sache kann sich dein ganzes Leben und alles was davor war ändern. Alles!

Zack, Fingerschnipsen und du bist an einem Punkt angelangt, an den du nicht mal in den schlimmsten Träumen gedacht hast. Aber wie damit umgehen? Es so hinnehmen und irgendwie weiter machen? Oder alles zu reflektieren und diesen Denkanstoß annehmen, zwar nicht akzeptieren aber vielleicht doch etwas ändern? Ich gehöre nicht zu der Person Mensch, die aufgibt. Wenn ich eine Herausforderung bekomme, dann mache ich alles, um ans Ziel zu kommen. Manchmal ist der Weg ins Ziel super steinig, super anstrengend, verletzend und auch sehr fern. Aber wer gibt schon einfach auf?

Ich bin zwar von Sternzeichen kein Löwe, sondern Waage, aber wenn ich etwas wirklich will, kann ich mich auch wie ein Löwe verhalten. Wenn man etwas wirklich will und an was glaubt, dann wird es auch in Erfüllung gehen. Nichts ist einfach im Leben, nicht einmal das tägliche Aufstehen. Man muss sich immer wieder Dingen stellen, die super unangenehm sind, aber man steht es trotzdem durch. Man macht es trotzdem. Weil man immer ein Ziel im Auge hat. Ein Ziel, was einen wieder glücklich macht….

Also liebes Schicksal, ich nehme sehr gerne die Herausforderung an, danke dir, wenn auch nur sehr ungern, für das was du mir gezeigt hast und werde mein aller aller bestes geben!

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6 Kommentare zu „Das Problem mit dem Schicksal…

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