Mein Kampf mit der Akne und was mir dagegen geholfen hat!

Wenn man sich in seinem eigenen Körper nicht wohl fühlt, ist es das schlimmste, oder? Du bist du und daran kannst du nichts ändern. Doch als ich mit 19 Jahren noch einmal (nachdem ich mit 16 eigentlich damit durch war) Akne bekommen habe, wollte ich gerne wer anders sein. Dieses Mal war es sogar um einiges schlimmer als in der Pubertät. Ich hatte in der gesamten T-Zone (Stirn, Nase und Kinn) Unterlagerungen, Pickel und Mitesser. Ich weiß, irgendwie ein ekeliges Thema über das man nicht gerne spricht, aber so ist es nun einmal. Für mich ist es mittlerweile auch kein Tabu – Thema mehr, sondern unreine Haut ist ein Thema, was extrem viele Frauen und auch Männer belastet. Es ist auch überhaupt nicht schlimmes, entweder man neigt dazu oder eben nicht. Wichtig ist nur, dass man sich deswegen nicht versteckt, sondern versucht etwas daran zu ändern!

Körpergefühl?

Ich fand mich mit den vielen Unreinheiten einfach hässlich. Und ja, so war es! Du guckst dich in dem Spiegel an und kannst nicht von dir behaupten, dass du schön bist. Man versteckt sich, versucht die Haare oder eine Schicht Make – Up drüber zu klatschen, aber man sieht die Pickel trotzdem. Man geht in die Apotheke oder in die Drogerie und investiert unglaublich viel Geld in „Antipickel-Produkte“ doch es will einfach nichts helfen. Das Problem ist, dass man das Gesicht am wenigsten verstecken kann. Jeder, der dich sieht, guckt (außer vielleicht ab und zu die Männer 😉 ) als erstes in dein Gesicht. Ein kleines Bäuchlein kannst du unter einer weiten Bluse verstecken, ungepflegte Füße packst du in Socken und in dicke Schuhe. Aber das Gesicht?

Der erste Schritt..

Als ich vor einem Jahr zum Hautarzt gegangen bin (auch ich habe mir immer eingeredet, dass es schon wieder von alleine weggeht…), wurden mir endlich die Augen geöffnet. Besonders deshalb, weil es der erste Arzt war, der zugegeben hat, dass Hautunreinheiten auch von falscher und größtenteils ungesunder Ernährung kommen. Viel Fett, Fast Food, Schokolade und vor allem Nüsse sind Dinge, die die Akne noch verschlimmern können. Außerdem hat er mich darauf hingewiesen, dass es viele Produkte in den Drogerien gibt, die ebenfalls eine Akne verstärken, als das Gegenteil bewirken. Sie helfen im ersten Moment, aber die Inhaltsstoffe verschlimmern das Hautbild. Besonders interessant ist es auch, dass einige Shampoos schlecht für die Haut sind. Früher hatte ich im Schläfenbereich viele Unreinheiten. Tzja und was läuft da beim Duschen entlang? Genau, dass Shampoo! Es war das erste Gespräch mit einem Arzt, bei dem ich mich verstanden und unterstützt gefühlt habe. Viele vorher haben mir einfach eine Creme (meistens eine antibiotische) verschrieben und mich damit einfach wieder nach Hause geschickt. Bei diesem Arzt habe ich eine Liste mit Inhaltsstoffen und Lebensmitteln bekommen, die ich besser meiden sollte. Natürlich hat er mir auch eine Creme verschrieben, aber ebenso hat er mir empfohlen eine monatliche Hautreinigung durchzuführen sowie meine Hautpflege umzustellen. Als ich in der Apotheke mit der Liste war, konnten sie mir lediglich 1 (!!!) Produkt geben, was nicht die für mich schädlichen Inhaltsstoffe hatte. Unglaublich, oder? Ich jedenfalls war schockiert!

Meine Behandlung

Natürlich bin ich seinen Empfehlungen nachgegangen. Heißt also: Regelmäßige Hautreinigung (Autsch!), Hautpflegeserie der Kosmetikerin, Rezeptpflichtige Creme, viel Wasser trinken (2-3Liter täglich) und kleine Ernährungsumstellung. Meine Haut ist durch die neuen Produkte (ISOTREX + TAO) regelrecht explodiert und alles wurde nur noch schlimmer. Und das, wenn man sich eh schon scheiße findet. Super! Aber mir wurde ganz klar gesagt, dass es 3 – 4 Monate schlimmer wird und dann auch schnell besser. Und so war es auch. Dazu muss ich aber sagen, dass ich zur selben Zeit meine Pille abgesetzt habe (ich hatte extra eine, die bei der Bekämpfung von Unreinheiten hilft) und das hat mit Sicherheit auch einen großen Schritt zur schlechten Haut beigetragen (und nein, ich wollte nicht schwanger werden!).

„Du bist was du isst.“

Wie oben schon erwähnt, ist es super wichtig, was man für Lebensmitteln seinem Körper zuführt. Mir viel es am Anfang wirklich schwer, auf die vielen Süßigkeiten, Nüsse etc. zu verzichten, aber für ein schönes Hautbild war mir das wert. Ich habe vor gut 3 Monaten auch mit einer Ernährungsumstellung begonnen. Im Internet habe ich mich etwas schlau gemacht, was noch alles gegen Akne helfen könnte bzw. welche Lebensmittel man lieber meiden sollte. Dazu habe ich auch viele Videos geschaut (unter anderem das hier) und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich (größtenteils) ab diesem Zeitpunkt auf Gluten verzichte, mich überwiegend roh ernähre, 3-4 Liter Wasser und/oder Tee trinke, noch mehr Obst und Gemüse und viel mehr unverarbeitete Lebensmittel (Kartoffeln, Reis..) essen werde. Und siehe da. Das hat meine Haut noch einmal extrem verbessert. Außerdem hatte die Ernährungsumstellung auch großen Einfluss auf meinen ganzen Körper. Ich fühle mich viel vitaler, fiter und voller Energie! Was auch dazu geführt hat, dass ich viel mehr zum Sport gehe. Dazu esse ich eigentlich gar kein Fast Food mehr und wenn, dann eine gesunde Variante, wie z.B. eine Ofenkartoffel oder einen Brotlosen Burger bei Hans im Glück. Natürlich gönne ich mir ab und an auch mal ein Brötchen, Schokolade oder Nudeln. Aber dann muss ich auch direkt damit rechnen, dass sich meine Haut wieder verschlechtert und da überlege ich 3x ob ich das nun essen oder doch besser lasse. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass sich Essen so sehr auf meine Haut auswirkt und bin wirklich begeistert. Natürlich ist das kein Geheimrezept und wirkt bestimmt auch nicht bei jedem, aber es lohnt sich auf jeden Fall, das einmal auszuprobieren.

7 Tipps zur Besserung der Akne

Kommen wir jetzt zu meinen Empfehlungen, außerhalb der Ernährung, die mir persönlich sehr viel gebracht haben: 1. Hautpflegeprodukte von TAO (bekomme ich bei meiner Kosmetikerin). Mit diesen Produkten bin ich einfach extrem zufrieden und hier ist auch nachgewiesen, dass sie keine Pickel verursachen! Fragt doch mal beim Hautarzt nach, ob es ähnliche, vergleichbare Produkte gibt. 2. Kopfkissenbezug wöchentlich wechseln. Besonders jetzt wo es wärmer ist, schwitzen wir super viel in der Nacht. Aber auch sonst wälzen wir uns ja zig mal in der Nacht und schmieren alles schön ins Kopfkissen. Also unbedingt regelmäßig wechseln! 3. Zum Abtrocknen des Gesichts Kosmetiktücher benutzen. Im Handtuch können sich sehr schnell viele Bakterien ansammeln und die schmiert ihr euch dann immer wieder ins Gesicht. Hände abtrocknen okay, aber nicht ins Gesicht damit. Kosmetiktücher sind da viel besser. 4. Handy regelmäßig desinfizieren. weil da am aller aller meisten Bakterien zu finden sind. Überlegt nur mal wann ihr immer auf das Display tippt und an welchen Orten 😉 5. Unreinheiten in Ruhe lassen. Ich kenne es selber, sobald etwas neues entsteht, fummel ich am liebsten den ganzen Tag dran rum. Ist aber genau falsch! Erstens habt ihr nie super saubere Hände und zweitens macht ihr alles nur noch schlimmer. Lasst die Finger davon und kümmert euch abends bei der Gesichtsreinigung darum. 6. Abschminken ist das A und O. Ich habe auch abends oft keinen Bock mehr meine Schminke abzuwaschen und würde gerne einfach so ins Bett fallen. Aber da die Haut sich in der Nacht am meisten erneuert, sollte sie auch genügend Luft zum atmen haben. Außerdem ist es doch auch super ekelig, dass Kopfkissen mit Mascara und Co vollzuschmieren. Also aufraffen und ab ins Bad! 7. Keine Foundation, Make Up, BB – CC Cream benutzen. Da die meisten Drogerie – Produkte nicht die besten Inhaltsstoffe haben, würde ich euch empfehlen, lieber ganz drauf zu verzichten. Falls es aber doch mal einen besonderen Anlass gibt und ich makellose Haut haben möchte, verwende ich die Pigmentcreme von Benevi. Bekommt man in der Apotheke und ist auch nur gedacht, um Pickel abzudecken, nicht das ganze Gesicht zuzuklatschen. Diese Creme verursacht auch definitiv keine Pickel!

Mein Fazit

All diese Veränderungen habe ich zeitgleich mit der Ernährungsumstellung begonnen und meine Haut ist besser denn je. 😉 Natürlich bekomme auch ich ab und an (rote Woche! Ladies ich hoffe ihr wisst wovon ich spreche) auch mal Pickel, aber die heilen um einiges schneller ab als zuvor. Auch von außerhalb bekomme ich (endlich!) wieder Komplimente für meine Haut, wo die Leute früher wahrscheinlich immer nur gedacht haben, was ich denn für eine Mondlandschaft im Gesicht habe. Das ganze Projekt „Reine Haut“ läuft jetzt schon 1 Jahr und ich bereue keinen einzigen Tag. Im Gegenteil, ich hätte viel viel eher hingehen sollen! Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer, stimmt’s? 😉 Also liebe Mädels und auch Jungs da draußen. Eine unreine Haut ist noch lange nichts, weswegen man sich verstecken sollte. So viele Leute haben ebenfalls Probleme damit und nur weil man es nicht auf ihren Instagram Bildern sieht, heißt das noch lange nicht, dass die nicht auch damit zu kämpfen haben. Es gibt nämlich ganz tolle Apps um sich eine reine Haut zu schummeln. 😉 Macht euch selber nicht fertig, nur weil eure Haut nicht die Beste ist. Normalerweise kommt es ja auch auf die inneren Werte an und nicht auf die perfekte Haut. Und wenn ihr meine oben genannten Tipps befolgt, bin ich mir sicher, dass auch euer Hautbild sich schnell verbessern wird. 🙂

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9 Kommentare zu „Mein Kampf mit der Akne und was mir dagegen geholfen hat!

  1. Hi, schöner Post! Ich habe das selbe Problem – seit Jahren. Gegen Pickel hilft Teebaumöl – kleiner Tipp. Ein paar Tropfen auf ein Wattepad, den Pickel damit „betupfen“ und nach paar Tagen ist er weg – ohne Narben. Meine Akne hat Narben hinterlassen, ich hoffe, dass du das nicht hast.
    Ich hab eine sehr persönliche Frage, aber ich hab oft davon gelesen, dass die Pille ebenfalls Pickel und Akne auslösen kann. Hast du sie deswegen abgesetzt? Und glaubst du, dass sie eventuell auch ein Auslöser war?

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    1. Hey! ☺ Freut mich, dass dir der Artikel gefällt! Danke für den Tipp. Aber bei mir bringt das leider rein gar nichts. Mittlerweile habe ich, wie im Post erwähnt, meine Produkte auf die ich schwöre. Aber Teebaumöl hilft mit Sicherheit anderen Mädels, mit einer anderen Form der Akne. Bisher muss ich sagen, toi toi toi, keine einzige Narbe. Aber ich werde nach der allgemeinen Behandlung auch noch weiter mit Fruchtsäure Therapien behandeln, dass hilft bei den Narben auf jeden Fall! 🙂 Also ich habe das auch schon gelesen, aber das war bei mir nicht der Grund für das Absetzen. Ich habe sie abgesetzt, weil ich von so einer kleinen Tablette, hormonell gesehen, nicht mehr abhängig sein wollte. Das kleine Ding hat mit meinem Körper so viel schlechtes gemacht, was mir jetzt erst auffällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass manche Pillensorten bei manchen Frauen das Hautbild verschlechtern.. Aber es ist meiner Meinung nach auch immer eine Typ Sache. Manche habens und reagieren drauf, andere widerum nicht.. Ich habe sowieso schon überlegt einen Artikel über das Absetzen der Pille zu schreiben. Weiß nur nicht, wie groß das Interesse ist… Ich hoffe, ich konnte deine Frage beantworten?! Liebe Grüße, Wencke ❤

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      1. Ja, deine Antwort war hilfreich!
        Ich finde das Thema eigentlich ziemlich spannend mit der Pille, da ich selber überlege, das zutun. Ich hab mich viel mit dem Thema beschäftigt und so viele, viele negative Seiten davon entdeckt. Aber irgendwo fehlt auch ein wenig Mut – wenn man das als Mut überhaupt bezeichnen mag. Klar, es ist wirklich ziemlich privat das Thema, aber irgendwo sitzen wir Mädels alle im selben Boot. Mich würde am meisten interessiere, wie das Leben „nach der Pille ist“. Wie es einem damit selber geht etc.

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      2. Sehr gut! 🙂 Ich hatte auch sehr viel darüber gelesen und es gab so viele Meinungen dazu.. Und dann habe ichs einfach gemacht. Aber dann werde ich mich in der nächste Zeit mal dran setzen und mal sehen, ob ich es veröffentliche oder nicht.. Aber danke für die Anregung! ☺

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