2 Wochen ohne Make Up!

Ich liebe es mich herauszufordern. Klingt für den ein oder anderen vielleicht verrückt, für mich gehört es aber zum Leben dazu. Ich möchte einfach wissen, wie ich und auch mein Körper auf bestimmte Dinge reagieren. Daher habe ich vor einigen Jahre (bestimmt schon mehr als 5) den ersten Test gemacht, indem ich 3 Monate komplett auf industriellen Zucker verzichtet habe. Hieß für mich, keine Süßigkeiten, keine Fertigprodukte, kein Kuchen, kein Dessert und auch beim Essen gehen musste aufgepasst werden. Am Anfang war das ganze echt schwer, nach einigen Wochen aber völlig normal und schnell in meinen Alltag integriert. Als ich dann wieder anfing, Süßigkeiten und Kuchen zu essen, war alles sooo furchtbar süß, dass es mir gar nicht mehr geschmeckt hat. Aber wenn man es dann doch wieder öfter isst (es wird dir einfach zu oft angeboten und es gibt zu viele Gelegenheiten), ist es merkwürdigerweise doch wieder ganz lecker. Kompletter Verzicht ist irgendwie auch uncool und man schließt sich noch mehr aus.

Was ich allerdings immer wieder betone und man auch in vielen meiner Blogpost lesen kann ist, dass der Mensch (in meinen Augen) ein Gewohnheitstier ist. Man braucht nur etwas neues ein paar Tage zu integrieren und prompt… geht es nicht mehr anders. Für dieses Jahr habe ich es mir vorgenommen, an meinen alten Test anzuknüpfen und wochenweise auf bestimmte Dinge zu verzichten. Sei es im Bereich Ernährung, Persönlichkeit oder alltägliche Dinge wie z.B. das Smartphone (damit bin ich mir aber noch nicht so sicher!).

Den Anfang hat bei mir das Thema Schminke gemacht. Ich habe von heute auf morgen (okay, es war der erste Montag im neuen Jahr, an dem ich gestartet habe) aufgehört, mich zu schminken. Dabei hat das natürlich kaum Auswirkungen auf meinen Geschmack oder meine Empfindlichkeit – eher auf meine Persönlichkeit.

Wohl kaum eine Frau würde es nicht auch unterschreiben, dass man sich geschminkt einfach besser fühlt. Man kann Unreinheiten und / oder Rötungen einfach verschwinden lassen, die Augenringe verstecken, sich einen frischeren Teint zaubern, die Augen größer Schminken und mit ein paar Pinselstrichen volle Augenbrauen zaubern. Wenn man auf dieses bisschen mehr Selbstbewusstsein verzichtet, fühlt man sich auf einmal: NACKT!

Und genauso war es bei mir. Ich habe mich die ersten Tage wirklich komisch gefühlt. Meine Augen waren so klein, meine Haut so fahl und meine Augenringe haben auch mal wieder „Hallöchen“ gesagt! Ich muss aber dazu sagen, dass ich mich im Alltag nicht besonders viel schminke und auch nicht immer. Augen, Augenbrauen und die Haut etwas ausgleichen – das war’s. Wenn es dann um Blog Fotos geht oder ich abends mit meinen Mädels ausgehe, darf es schon etwas mehr sein, vor allem beim Lippenstift! Im Alltag ist mir die Farbe auf den Lippen zu anstrengend, weil ich ihn nicht ständig korrigieren möchte. Wie dem auch sei. Ungewohnt war es alle mal. Doch was hat mir das jetzt gebracht?

Mein Fazit: 

Letztendlich habe ich es zwei Wochen komplett ohne Make Up durchgezogen (ob am Wochenende, bei der Arbeit oder auch beim Weggehen) und das Gefühl wurde von Tag zu Tag besser. Ich habe mich wohler gefühlt, habe gemerkt, dass meiner Haut die Pause ganz gut tut und dass ich gar nicht sooo schlimm ohne aussehe. Natürlich gibt mir das Make Up mehr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und komischerweise habe ich das Gefühl, dass ich mit Schminke entspannter auftrete. Trotzdem bin ich unter der Mascara ja immer noch die gleiche Person. Das einzige, was ich natürlich mache, ist manche Dinge hervorzuheben und andere wiederum zu verstecken, sodass ich… ja, sodass ich was eigentlich?

Gute Frage. Auf dem Titelbild des Posts sehe ich vielleicht blass, kränklich und müde aus. Das ist sowieso immer die erste Frage die man gestellt bekommt, wenn man nach längerer Zeit mal wieder ungeschminkt ist. Wer kennt’s? Es ist wichtig, sich so zu akzeptieren wie man ist. Keiner von uns wacht auf und hat den perfekten Teint, die perfekt liegenden Haare oder kaum Augenringe. Obwohl, auf Instagram ist komischerweise alles möglich. All das gehört zu uns dazu und auch davor sollte man die Augen nicht verschließen. Ich kenn viele Frauen und Mädels, die niemals ungeschminkt aus dem Haus gehen würden. Zu dieser Kategorie habe ich glücklicherweise noch nie gehört. Ich finde es halb so schlimm mit nackigem Gesicht vor die Tür zu gehen und weiß jetzt, dass es auch komplett ohne funktionieren kann. Aber ich muss doch sagen, das es mir nach den zwei Wochen wieder sehr viel Spaß gemacht hat, zur Schminke zu greifen und ein bisschen auf dem Gesicht herum zu pinseln. Trotzdem werde ich immer mehr der ungeschminkten Tage in meinen Alltag einbauen und damit genauso selbstbewusst durch die Weltgeschichte marschieren, wie mit.

Also Ladies, Schminke ist nicht alles! #teamnomakeup

 

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7 Kommentare zu „2 Wochen ohne Make Up!

    1. Lieben Dank für dein Kommentar, Sarah! 🙂 Ich finde auch, dass die Abwechslung ganz gut tut und es nach Verzicht wieder Spaß machen kann. Genauso schön ist auch die Pause vom Make Up! Liebe Grüße, Wencke xx

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  1. COOL das dir mein Kommentar gefällt und COOL finde ich, dass du, obwohl du ja nen Modeblog betreibst, du dir die Freiheit nimmst, genommen hast, auch mal konsequent „NACKT“ – hier auf´s Gesicht bezogen – zu sein. Einfach – Leute schaut mal, dass bin ich – sehe ich nicht auch ohne Make Up gut aus. Habe ich nicht auch so eine tolle Ausstrahlung und ein bezauberndes, verführerisches Lächeln. Meine Augen, meine Lippen, sind die auch so nicht einfach verführerisch. Mein Gesicht, ist das vielleicht ohne Schminke nicht sogar interessanter als mit. Liebe Grüße xoxo

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