Hautreinigung in Hamburg – meine Tipps!

Ein Grund warum ich das Bloggen und auch Instagram-Story’s so sehr liebe, ist der Austausch mit euch. Manchmal ist es wirklich unglaublich, wie viele Nachrichten ich von euch bekomme. Ich freue mich über jede einzelne und versuche auch immer alles so schnell es geht zu beantworten. :- ) Also, merci an dieser Stelle!

In letzter Zeit habe ich seeehr viele Fragen zu meiner Kosmetikerin bzw. zu meinem Hautarzt bekommen, weil ich meinen Besuch fast alle vier Wochen bei Instagram-Stories poste. Da sich die Fragen immer wieder auf das selbe beziehen, dachte ich mir, es ist Zeit, etwas Licht ins Dunkeln zu bringen. Also:

Kleiner Einwand hier am Rande: Ich kann (leider) nur von Hamburg sprechen und habe keine Erfahrung mit Hautärzten in anderen Städten. 

Zu erst einmal gibt es hier schon einen sehr ausführlichen Beitrag (einfach schon zwei Jahre her) über meine Akne-Geschichte. Wieso ich Akne habe, was ich bisher dafür alles getan habe und welche Produkte ich verwende. Auch dort habe ich schon kurz angesprochen, dass ich jeden Monat zur Hautreinigung gehe, allerdings bin ich nicht weiter ausführlich drauf eingegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass das Interesse an dem Thema so groß ist.

Das soll sich aber heute ändern. Mittlerweile gehe ich schon seit fast 4 Jahren regelmäßig zur Hautreinigung von hautnah. Das Kosmetikstudio mit Sitz in der Dammtorstraße gehört zur Hautarztpraxis von Dr. Kiessling und beide Parteien arbeiten zusammen. Als ich noch in Emden gewohnt habe, bin ich ebenfalls einige Jahre zur Hautreinigung gegangen, allerdings war ich damals nicht so angetan, wie ich es heute bin. Damals kam mir die Hautreinigung nie so gründlich vor, wie sie heute ist und ich hatte das Gefühl, nicht richtig beraten worden zu sein, was Produkte, Ernährung und Pflege angeht.

Das ist jetzt allerdings anders. Bei hautnah habe ich wirklich das Gefühl, dass sie mir a) keine Produkte andrehen, die mir nicht helfen würden und b) sie von ihrem Handwerk etwas verstehen. Dazu kommt noch, dass ich mich mit Frau Brill super verstehe und so die Behandlung mit viel Quatscherei schneller und weniger schmerzhaft ist. Und um es euch direkt am Anfang zu sagen: Ja, es tut weh! Nicht die ganze einstündige Behandlung, aber die erste halbe Stunde der Prozedur ist alles andere als angenehm. Apropos Behandlung…

Die Behandlung

Ich gehe meistens morgens (um 8:00 Uhr) zum Studio, da ich es von der Arbeit nicht anders schaffen würde und zweitens sich so meine Haut auch bis abends wieder einigermaßen regenerieren kann, aber dazu später mehr. Da ich so früh dran bin, gehe ich immer ungeschminkt. Ich habe mittlerweile sowieso kein Problem mehr damit, mich und meine Problemhaut auch ohne jegliches Make-Up zu zeigen (hier ein ausführlicher Bericht), was ein großer Fortschritt ist. ;- )

Daher kann ich euch nicht sagen, wie gestartet wird, wenn man noch geschminkt ist, aber über die ungeschminkte Variante weiß ich Bescheid: Gestartet wird zuerst mit der Reinigung der Haut. Dazu wird eine Reinigungslotion die Haut sanft einmassiert und anschließend mit warmen Wasser und Wattepads wieder entfernt. Anschließend bekommt die Haut ein sehr sanftes Peeling, um die überschüßigen Hautschüppchen zu entfernen. Das Peeling wird ebenfalls wieder mit warmen Wasser und Pads entfernt. Im Anschluss geht es unter ein kleines Dampfbad, sodass die Poren geöffnet werden und die Haut für die nachfolgende Behandlung perfekt vorbereitet ist. Mittlerweile ist das Wasser mit einem frischen Zitronenduft angereichert, sodass es super angenehm ist und immer frisch riecht. Das Dampfbad dauert ca. 10 Minuten, im Anschluss wird das überschüssige Wasser auf dem Gesicht entfernt und dann beginnt auch schon die Ausreinigung der Haut.

Für alle, die etwas empfindlich sind, können jetzt bei der Kategorie Preis weiter lesen. Für alle anderen, es wird detailliert. Mit einem kleinen Messer wird die Haut angeritzt und dann so lange gedrückt, bis die Unterlagerungen an die Oberfläche kommen. Dabei wird die Haut systematisch (so fern man das hier sagen kann) bearbeitet und sich von der Stirn nach und nach weiter nach unten gearbeitet. Dabei wird alles genau beäugt und abgetastet und jede Unreinheit, Entzündung und wirklich jeder Mitesser entfernt.

Nach dieser Tiefenreinigung (wenn du diesen Teil geschafft hast, freust du dich) wird die Haut mit einer Lotion desinfiziert (das kann auch noch einmal weh tun und etwas brennen) und anschließend mit einer Pflegemaske wieder beruhigt. Die Maske ist schön kühlend und wirkt bei meiner Haut auch leicht abschwellend. Nach ca. 10 Minuten wird die Maske mit warmen Wasser und Wattepads wieder von der Haut entfernt. Neuerdings wird auch noch ein Gerät verwendet, dass durch minimale Stromschläge (merkt man kaum) die Haut beruhigen, ebenfalls desinfiziert und die Rötungen schneller abheilen lassen soll. Ist total angenehm und gibt noch einmal ein schönes Gefühl für die Haut. Zum Schluss wird eine Tagespflege aufgetragen und gut in das Gesicht einmassiert.

Schmerzen

Nach vier Jahren regelmäßiger Besuche muss ich leider immer noch sagen, dass es weh tut. Aaaber, am Anfang war es Millionen mal schlimmer, als es jetzt ist. Ich denke, dass viele von uns es kennen werden, dass wenn man mal einen unschönen Pickel im Gesicht hat und diesen beseitigen will, dass es schon nicht ohne ist. Hier kann man aber die Intensität selber bestimmen. Bei der Hautreinigung eher weniger. Man muss aber dazu sagen, dass Frau Brill  sehr gut und bedacht vorgeht und nicht an einer Stelle lange herum drückt, sondern darauf acht gibt, dass es irgendwie angenehm ist. Für mein Empfinden sind die schlimmsten Stellen die Schläfe (weil dort wenig Haut ist) und die Unterseite vom Gesicht, denn auch dort ist wenig und sehr dünne Haut. Die restlichen Stellen im Gesicht sind wirklich „entspannt“ und mit der Zeit immer weniger schmerzhaft. Aber, ich will ehrlich zu euch sein und sagen, wie ich es empfinde. Es kann natürlich auch sein, dass ihr es gar nicht so empfinden würdet, wie ich oder euch andere Stellen unangenehmer sind, als mir. Da sind wir Menschen mal wieder total individuell, wie sonst ja auch im Leben. :- )

Preis

Okay, jetzt alles mal kurz die Luft anhalten: Die Behandlung kostet 60€. Ich weiß selber, dass das echt viel Geld ist (erst Recht für einen Azubi) und ich damit bestimmt auch andere tolle Dinge jeden Monat machen könnte, aaaaber ich gebe das Geld gerne dafür aus und sehe auch die Erfolge, die meine Haut bisher gemacht hat. Für Studenten gibt es sogar noch einen preislichen Rabatt (für Azubis leider nicht).

Produkte 

Meine ganze Pflegeserie ist von der Marke TAO und ist auch nicht ganz günstig. Die Tagescreme kostet um die 20€, das Reinigungsöl um die 30€ und die Gesichtslotion um die 25€. Die Produkte halten bei mir aber auch mindestens drei Monate und länger, daher ist der Preis meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt.

Ich benutze: TAO Gesichtslotion mit 12% Bio-Alkohol, im WINTER: TAO Aloe Creme Glossy Edition, im Sommer steige ich um auf Bioderma Photoderm AKN MAT SPF 30, TAO Hydrophiles Reinigungsöl (entfernt auch Augen Make up) und (das einzige verschreibungspflichtige Produkt) Aknemycin Plus

Ergebnisse

Ich muss leider gestehen, dass sich meine Haut, aufgrund eines Produktwechsels, wieder etwas verschlechtert hat (die Bilder sind von der vorletzten Behandlung), aber andererseits auch verbessert. Was ich so gut wie gar nicht mehr habe, sind eitrige Pickel und Entzündungen, die man von außen direkt sehen kann. Dank meiner neuen Anti-Pickel-Lösung von Almirall (kein Product-Placement) funktioniert das Abheilen schnell und die Unreinheiten entzünden sich gar nicht erst. Allerdings habe ich doch wieder mehr Unterlagerungen bekommen, die durch das vorherige Produkt (Isotrex 0,1%) fast komplett zurück gegangen sind.

(Kleiner Einschub: Ich war vor eine Woche wieder da und es ist eine deutliche Verbesserung zu sehen. Somit bin ich wieder auf dem richtigen Weg!)

Das kann einerseits der Wechsel des Produkts sein, da die Haut mindestens 3 Monate braucht um sich wieder umzustellen und es sich dann wieder normalisiert oder eben auch ein Anzeichen dafür, dass die Lösung nicht stark genug ist. Ich muss es jetzt allerdings noch einen weiteren Monat nehmen um zu sehen, welche Auswirkungen es wirklich auf meine Akne hat.

Aussehen

Ganz ehrlich: Direkt nach der Hautreinigung sehe ich wirklich schlimm aus. Ich sehe aus, als hätten mich zich Bienen gestochen und das habe ich dann mit sehr viel glänzender Creme eingeschmiert. Allerdings ist es einige Stunden später schon wieder relativ harmlos und am nächsten Tag schon viel besser. Meine normale Haut habe ich nach zwei Tagen wieder, auch wenn sich dann noch ab und an Hautschüppchen lösen. Das Titelbild zeigt übrigens den Heilungsprozess Tag für Tag und Bild Nummer 1 ist direkt nach der Reinigung entstanden.

Ich finde es aber mittlerweile überhaupt nicht mehr schlimm und die Blicke der Leute nach der Behandlung kann ich mittlerweile auch entspannt wegstecken. Ich würde auch etwas verwundert gucken, wenn die Leute mir so entgegen kommen würden. Aber am Ende des Tages weiß ich, wofür ich es mache und habe dann einen ganzen Monat wunderschöne Haut.

Ich hoffe, ich konnte die meisten Fragen beantworten und euch auch einen kleinen Einblick in meine monatliche Hautreinigung geben. Falls noch Fragen offen sein sollten, schreibt mir gerne ein Kommentar, eine Mail an: modegeschmack@web.de oder gerne auch eine direkte Nachricht bei Instagram.

Und vergesst nicht: Unreinheiten sind kein Grund um sich zu verstecken oder nicht trotzdem genug Selbstbewusstsein zu haben. Ihr seid so viel mehr als nur eure etwas umperfekte Haut im Gesicht…

 

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