Schwarze Hose mit Blumenpatches

Wisst ihr, welche Frage ich mir manchmal stelle? Welche Themen und somit Texte kann ich eigentlich ins Internet stellen und welche besser nicht? Über was kann ich mich beruhigt (mit vielen Worten) auslassen und was sollte besser nur in meinem Kopf bleiben oder welche Dinge sollte ich nur mit meinen Freunden teilen?

Natürlich gibt es eine gewisse Privatsphäre, die wohl fast jeder von uns versucht sich aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund verbreite auch ich nicht alles in den sozialen Medien. Kaum zu glauben, aber auch manche Abende werden nicht gesnappt, oder ständig Fotos gemacht.  Aber ab und an habe ich einfach das Bedürfnis, über Dinge auf dem Blog zu schreiben, die sehr privat sind, dass ich mir im nächsten Moment wieder unsicher bin. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Entwürfe ich mittlerweile habe, die aber noch nie gepostet worden sind und es wahrscheinlich auch nie werden.  Nimmt man zum Beispiel die Themen Liebesleben, Dating und Tinder. Sollte man über solche Thema auf einer Plattform schreiben, die für jedermann zugänglich ist und die sehr viele Personen in meiner hauptberuflichen Tätigkeit lesen? Oder sollte ich es besser bleiben lassen, weil es einfach zu sehr in das Privatleben greift und mich vielleicht noch angreifbarer macht?

Meine größte Sorge, die mich vom Schreiben sehr privater Blogposts abhält, ist, dass mich zu viele (flüchtige) Leute in meinem Umfeld noch näher kennen lernen und einfach sehr viel mehr über mich wissen würde, als ich es ihnen jemals persönlich erzählen würde. Wenn sie mich dann noch auf das eine oder andere intime Thema ansprechen (was sie jetzt auch schon immer machen) würden, dann weiß ich nicht ob ich cool reagieren würde oder gar eine entspannte Antwort parat hätte. Wahrscheinlich wäre es mir super unangenehm.

Wenn ich ehrlich mit euch sein soll: Ich finde aber genau solche Artikel, in denen es um das sehr private und intime geht, super spannend und sehr lesenswert. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich daran so reizt. Vielleicht, weil es das normale Leben wieder spiegelt, weil es eben die Probleme oder Sorgen der anderen zeigt, die man selber auch hat? Weil es so natürlich ist und man sich in Texten wieder finden kann? Es ist wohl klar, dass kaum einer dieser Beiträge bei der Lösung der eigenen Probleme hilft, aber es kann schon helfen, sich etwas verstandener oder auch nicht so allein damit zu fühlen.

Auf der anderer Seite finde ich es trotzdem schade, dass die Mehrheit der Blogposts auch von anderen Bloggern an der Oberfläche kratzen oder nur aus fünf, sechs Sätzen zum Look bestehen. So ein Blog lebt doch von der Persönlichkeit hinter dem Blog und der Webseite. Ich will doch wissen, wer hinter der Tastatur sitzt und diesen Artikel verfasst hat. Dabei möchte ich (persönlich) keine perfekte Welt vorgegaukelt bekommen und sehen, wie toll doch die ganze Mode ist. Nein, ich möchte mehr vom realen Leben mitbekommen. Vielleicht auch mal die Sorgen, Wünsche, Sehnsüchte oder eben auch die Probleme oder die positiven Ereignisse.

Möchte das keiner außer mir sehen oder lesen? 

Leider ist mir selber schon bewusst geworden, dass die Konsumenten heutzutage auf das stehen, was absolut absurd ist. Wo andere Menschen vor der Kamera sitzen und heulen. Wo Menschen vor der Kamera die verrücktesten Dinge machen oder sich einfach nur (super dämlich) mit einer Peel-Off-Maske den ganzen Körper einkleistern und es sich dann qualvoll von einer anderen Person abreißen lassen. So etwas landet dann tatsächlich bei den YouTube-Trends auf den ersten Rängen.

Entschuldigung, aber ist das noch normal?

Warum feiert man so etwas? Das ist weder alltäglich, noch bringt es dich in deinem Leben weiter oder hilft dir in irgendeinem Lebensbereich. Natürlich bin auch ich absolut für Reallife (wie oben schon erwähnt) und nicht mehr für den Perfektionsmus, aber wie kann man so etwas so krass fördern? Und wo ist da noch das Reale? Warum liegt das Interesse so krass an den schlechten Dingen? Ich kann den Vergleich leider immer nur in Sachen YouTube ziehen. Bei Bloggern ist es normal, dass sie eben nur das Gute zeigen und das sie selten persönlich werden. Sie beschweren sich vielleicht mal darüber, dass wir Leser zu viel über ihre gesponserten Posts meckern oder das wir ihre Arbeit nicht genug würdigen, aber das war es dann auch schon. Mehr Privates gibt es nicht.

Aus diesem Grund stelle ich (wie anfangs schon erwähnt) mir eben genau die Frage: Darf ich, als Blogger, vielleicht gar nicht so persönlich werden, weil es eben nicht der Norm entspricht? Wollen die Leser vielleicht gar keine privaten Dinge lesen, sondern lieber mehr Unterhaltung durch teure Designerteile?

Fragen über Fragen, die ich mir selbst derzeit nicht beantworten kann. Wahrscheinlich sollte ich erst einmal damit d’accord sein, dass diese Plattform immer mehr Menschen lesen und immer mehr über mich wissen, ohne, dass ich es dem einen oder anderen persönlich erzählt hätte. Wahrscheinlich erst, wenn mir das egal ist, kann ich mehr aus dem Nähkästchen plaudern, auch über die unschönen Dinge im Leben reden und etwas gegen den Strom schwimmen…

Outfit:  Okay, für die heutigen Temperaturen ist das Outfit vielleicht etwas zu warm, aaaber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir es schon letztes Wochenende abfotografiert hatte. Da war es nämlich nicht ganz so heiß und somit perfekt für einen Spaziergang durch die Stadt. Übrigens bin ich ganz verliebt in die Hose (danke für die Leihgabe, Alina! :- ) ), da sie einerseits perfekt sitzt und andererseits mal etwas Abwechslung in mein Schwarz/Weiß Leben bringt. Sie peppt jedes Outfit mit den kleinen Blumenpatches auf, matcht hervorragend zu meiner liebsten roten Tasche und mit meinem liebsten Lippenstift. Und kann mir vielleicht mal einer verraten, warum Männer roten Lippenstift so interessant finden? Jedes Mal, wenn ich ihn trage (ist ein Lipliner von Manhattan) werde ich sehr oft drauf angesprochen (soll nicht eingebildet klingen), wie schön er doch aussieht. Ich dachte immer Kerle interessieren sich nicht für Make Up? Bei anderen Farben habe ich es weniger bis gar nicht. Aber vielleicht mögen die guten Herren auch einfach kein Pink oder Rosa, was ich ja mal so gar nicht verstehen kann. ..

Aber eigentlich sollte es ja um das Outfit gehen, nicht wahr? ;- ) Also, noch einmal kurz zurück zum Thema. Die Bluse ist so eine Hass-Liebe. Ich finde die Farbe toll, den Schnitt und auch, dass sie so schön luftig ist. Aaaaaber, kaum angezogen schon hat sie die ersten Falten. Furchtbar.. Dabei bügelt meine Mama sie immer so fleißig…

Übrigens sind fast alle Teile aktuell und unten direkt verlinkt! :- )

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Ich trage: 

Bluse: Zara (sehr ähnlich)

Hose: H&M

Schuhe: H&M  (im Sale!)

Brille:  H&M

Tasche: Desigual 

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2 Kommentare zu „Schwarze Hose mit Blumenpatches

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