5 Dinge, die ich NIE bereuen werde! – Teil 1

Es gibt Dinge in meinem Leben, die mir, bei der endgültigen Entscheidung, zwar echt nicht leicht gefallen sind, die ich jetzt aber im Nachhinein nie mehr bereuen würde.

Solche Aussagen sind bei mir eher selten der Fall, da ich normalerweise im Vorfeld alles eine Millionen mal überdenke, um auch ja das richtige zu machen. Da kommt wohl wieder die kleine Perfektionistin bei mir durch – ups.

Aber über manche Entscheidungen brauche ich mir einfach keinen Kopf mehr zu machen. Und warum? Weil ich damit total happy bin und keinerlei Zweifel mehr bestehen. Aus diesem Grund möchte ich euch heute gerne diese fünf Besonderheiten in meinem Leben vorstellen, um euch einen kleinen Denkanstoß zu geben, dass man auch über kritische Entscheidungen glücklich sein kann. Denn vielleicht sollte man nicht immer nur alles in Frage stellen, sondern auch mal voller Stolz sagen: „Gut gemacht!“

Dieser Blogpost ist in zwei Teile aufgeteilt, da er sonst einfach viiiiel zu lang geworden wäre. Heute gibt es also Teil 1, nächste Woche gibt es Teil 2. :- ) 

Der Umzug nach Hamburg

Es war viele Jahre und sooooooooo lange mein Traum, in die (für mich) schönste Stadt der Welt zu ziehen. In unserer Familie hat leider kaum einer den „großen“ Schritt aus der Heimatstadt gewagt, um woanders ein neues und verrücktes Leben zu beginnen. Bis auf meinen ältesten Cousin und… meine Wenigkeit. Bei einer Familienfeier vor vielen, vielen Jahren (als wäre ich schon so alt, aber gut) habe ich ihm die Hand drauf gegeben und ihm versprochen, dass auch ich eines Tages aus Emden wegziehen werde. Er war bis dato nämlich der einzige, der aus Emden weggezogen ist und sich dementsprechend immer viel anhören durfte.

Wenn ich etwas verspreche, dann halte ich mich auch daran.

Direkt nach meinem Abitur 2012 habe ich meine sieben Sachen (wäre schön, wenn es so wenig gewesen wären) gepackt und bin in meine aller erste Wohnung gezogen. Und liebe Leute, mir hätte nichts besseres passieren können. War ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr unselbstständig und super zurück haltend, konnte diese Stadt mich nur verändern. Hier vor Ort hatte ich nämlich keine Chance mehr, weiterhin so zu leben. Ich musste Verträge für die Wohnung abschließen, musste mich um alles alleine kümmern, neue Kontakte knüpfen und mich in einer riesigen Stadt zurecht finden, die ich sonst nur von kurzen Wochenend-Trips kannte. Ich wurde sozusagen ins kalte Wasser geschmissen, was anfangs echt hart war, aber wenn ich so zurück blicke, ich NIE bereuen würde. Natürlich ist es hart und auch nicht einfach, vom Neuen und eigentlich bei 0 zu beginnen (eine Freundin ist damals glücklicherweise nur wenige Monate später auch nach Hamburg gezogen), aber am Ende wurde ich von Tag zu Tag stärker. Und ich war echt stolz auf mich selber, die ganzen Steine selber aus dem Weg geräumt zu haben. Bei dem ganzen Eigenlob hier darf man natürlich nicht vergessen, dass ich immer eine Familie hatte, die zu 100% hinter mir stand, auch immer noch steht und bei jeder blöden Situation mir aus der Patsche geholfen hat. Aber dennoch würde ich diesen Umzug nie bereuen und bin schon jetzt so froh, diese 5 (zwar erst im August, aber sind wir mal nicht kleinlich) Jahre hier zu leben, zu arbeiten und mich wohlfühlen. Danke Hamburg!

Meinen Werdegang – Vom Bundesfreiwilligendienst, zu  Praktika und zu meiner Ausbildung

Ich bekomme sehr oft die Frage gestellt, was ich beruflich mache, wie ich eigentlich zu meiner Ausbildung gekommen bin und was ich von 2012 bis jetzt in Hamburg gemacht habe. Erst recht wenn ich auf Insta-Stories ein bisschen was von Fotoproduktionen zeige, bekomme ich so viele Nachrichten, dass ich vielleicht mal etwas Licht ins Dunkeln bringen sollte. Also: Ich absolviere eine 2 1/2 jährige Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien in einer Produktionsfirma für Modefotografie und Fotografenrepräsentanz. Und weil wahrscheinlich viele mit dieser Aussage gar nichts anfangen können, versuche ich es noch mal etwas anders: Wer mehr wissen möchte, kann gerne unser wohl liebstes Suchmaschinetool GOOGLE in Anspruch nehmen, da wird alles noch einmal detaillierter erklärt.

Mal wieder eine lange Rede für „nur“ eine Ausbildung, aber für mich ist es mittlerweile mehr als das. Ich habe mit meiner Firma wirklich einen Glücksgriff gelandet und hätte mir der andere Betrieb zuvor nicht kurzfristig abgesagt, hatte mich das Schicksal wohl nie dort hin gebracht. Wie ich überhaupt dort hin kam, dazu hole ich gerne etwas mehr aus und erzähle euch kurz über meinen „Werdegang“.

Was nach meinem Abitur passierte…

Nach dem Abitur wusste ich überhaupt nicht, was ich machen sollte. Ich bin mir aber sicher, dass es vielen von euch ähnlich geht oder auch erging. Ich habe, wie eine Verrückte, nach Jobs im Internet oder Studiengängen gesucht, die irgendwie zu mir hätten passen können, hatte Berufsberatungen beim Arbeitsamt (für mich die größte Zeitverschwendung) und hatte mich auch über Auslandsaufenthalte informiert. Aber am Ende war ich mit nichts zufrieden. Und warum? Weil ich eben nicht wirklich wusste, wer ich bin, was mich ausmacht und was mich interessiert. Ich hatte mich trotzdem in einigen Bereichen beworben, aber eigentlich auch nur, weil gefühlt alle um mich herum genau ihren Plan hatte, was sie machen werden, wie sie es machen und vor allem wo. Für mich stand nur, wie oben auch schon erwähnt, fest dass es nach Hamburg gehen soll. Egal wie, hauptsache Hamburg.

Nach einigen Wochen hatte ich die ersten positiven Rückmeldungen auf meine Bewerbungen und auch die ersten Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Dazu muss ich sagen, dass ich nicht das beste Abi gemacht habe (schriftlich war ich gut, mündlich aber immer super ruhig), und viele Dinge für mich auch gar nicht erst in Frage kamen. In manchen Bereichen kann man aber Glück haben, dass auf die Noten nicht so viel Wert gelegt wird. Soll nicht heißen, dass ein gutes Abi nicht wichtig ist, aber auch, dass gute Noten nicht alles im Leben sind.

In den vergangenen Jahren habe ich einige Menschen kennen gelernt, die wie sagt man so schön? Fachidioten sind. Vielleicht super in Mathematik oder in Politik, aber menschlich einfach gar nicht zu gebrauchen. Dann bin ich doch lieber in der realen Welt fit, kann gut mit anderen Menschen umgehen und bin dafür vielleicht nicht in Mathe so ein Genie. Ist nur die Frage, was am Ende in deinem Leben mehr zählt. So, wie so oft, etwas vom Thema abgekommen. Aber kurz halten und direkt auf den Punkt kommen war auch noch nie eine meiner Stärke. Upsi, aber ich arbeite dran…

So, also: Ich bin dann als 18-jähriges, „kleines“ Mädchen (ich war auch damals schon 1.79m) zu mehreren Bewerbungsgesprächen nach Hamburg gefahren und was soll ich sagen? Reinste Katastrophen!!! Vielleicht war ich nicht perfekt vorbereitet und habe auch nicht das beste Allgemeinwissen, aber was mir da widerfahren ist, möchte ich hier gar nicht wieder geben. Eine Firma hat mich super dumm da stehen lassen, furchtbare Fragen gestellt und am Ende des Tages bin ich heulend nach Hause gefahren. Zu dem Zeitpunkt habe ich meinen Traum nur noch als kleine Seifenblase gesehen, die bedrohlich nah an einer Nadel vorbeifliegt. Allerdings habe ich mich nach kurzer Zeit wieder beruhigen können (Positive Vibes Only) und wollte weiter machen. Weiter um das kämpfen, was ich will und vor allem auch endlich das finden, was zu mir passt. Nach langen Überlegungen, habe ich mich zu dem Zeitpunkt gegen eine Ausbildung und gegen ein Studium entschieden, dafür aber für einen Bundesfreiwilligendienst. Wem das auch nichts sagt: Es ist eigentlich nichts anderes als ein freiwilliges soziales Jahr in einer sozialen Einrichtung deiner Wahl.

Der Bundesfreiwilligendienst

Da ich schon immer gut mit Kindern konnte und sie auch immer super süß fand, habe ich mich dazu entschieden 1 1/2 Jahre meinen Dienst in einer bilingualen Kita zu absolvieren. Die Zeit dort hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, ich habe vieles lernen dürfen und mich auch in dieser Zeit gut in Hamburg einleben können. Die Aufgaben sind wirklich vielfältig und die Arbeit mit den Kindern hat mir sehr viel Spaß gemacht, allerdings habe ich es nie als meine berufliche Perspektive gesehen. So viel wie ich auch mit den Kindern gebastelt oder mir andere Angebote für die Kids ausgedacht habe, so sehr hat mir aber auch meine Modewelt gefehlt. Mag zwar blöd klingen, aber ich war schon immer sehr interessiert an Shootings, an Magazinen und auch einfach an der Klamotte selber.

Praktikum Nummer 1

Nach dem Bundesfreiwilligendienst habe ich mich direkt auf ein Praktikum bei einer PR-Agentur beworben. In diesen Bereichen werden sehr gerne Praktikanten gesehen und auch wirklich gebraucht. Man macht anfangs vielleicht nicht die besten und spannendsten Aufgaben (ich musste aber NIE Kaffee kochen!) aber am Ende hast du eine sehr große Chance, spannende Dinge zu lernen. Außerdem hatte ich hier die erste Möglichkeit, endlich einen kleinen Fuß in die Modewelt zu setzen und super Erfahrungen zu sammeln. Allerdings verlangte das auch eine große Umstellung: härtere Arbeitszeiten, Kundentelefonate und Mail-Kontakt. Das alles kannte ich vorher natürlich nur privat. Aber auch da kann ich sagen, dass es alles eine Sachen des Lernens ist, man offen für neues sein sollte und man jeden Tag besser und entspannter wird. Auch für diese Zeit bin ich unendlich dankbar, war froh, Teil eines tollen Teams gewesen zu sein und freue mich noch heute, wenn ich Leute aus der Agentur wieder treffe.

Allerdings habe ich dort gemerkt, dass dieser Bereich mir zwar Spaß macht, aber es leider immer noch nicht das Richtige für mich persönlich ist. Aber ganz ehrlich: Ich finde es wichtig und es gehört auch zum Leben dazu, zu wissen, was man nicht mag. Dadurch fiel mir einiges einfacher, weil ich meinen Interessen-Bereich immer mehr eingrenzen konnte.

Praktikum Nummer 2

Nach der Zeit in der PR-Agentur ging es für mich zu einem Magazin! Endlich! Ich habe mich noch nie so nah an dem gesehen, was ich schon immer machen wollte, wie dort –  dachte ich zumindest. Ich hatte das Glück, mit zwei tollen Praktikantinnen zusammen arbeiten zu dürfen und eine wirklich coole Arbeit zu machen. Ich dürfte in den Online und auch in den Print-Bereich schnuppern, kleine Texte verfassen (die sind jetzt sogar immer noch online und auch sehr intim), durfte Stylistin behilflich sein und haben wirklich viel gelernt. Besonders spannend fand ich eigentlich den Einblick hinter die Kulissen und hinter allem, was so eine Zeitschrift ausmacht. Auch diese Zeit hat mich sehr bereichert und mich zu dem gebracht, was ihr hier gerade lest. Nämlich meinem Blog! Ich habe in dieser Zeit so viel Spaß am Schreiben gefunden, dass ich nach den drei Monaten nicht mehr anders konnte, als eine eigene Seite ins Leben zu rufen.

Modegeschmack.com

Was mich auch direkt zum nächsten Thema bringt: Meinem Baby! Ich hätte anfangs wirklich nie gedacht, als ich den aller ersten Beitrag hochgeladen habe (mittlerweile sind viele aus dieser Zeit nicht mehr online, da es einfach ZU PEINLICH war), dass mich der Blog so erfüllt, mir so unendlich viel Spaß bringt und ich auch irgendwann einmal sehr stolz darauf bin. In den ersten Wochen und Monaten habe ich kaum jemandem von meinem kleinen online Tagebuch oder auch kleinen Webseite im Internet erzählt. Mir war es super unangenehm und ich habe mich eigentlich mehr dafür geschämt, jetzt auch eine von „den Bloggern“ zu sein. Die ersten schlauen und witzigen Sprüche folgten natürlich prompt und wenn du selber nicht zu 100 % hinter der Sache stehst, dann ist es schon nicht einfach, den Leuten auch etwas entgegen zu bringen. Viele aus meinem Freundes-, Familien-, und auch Bekanntenkreis hätten auch niemals damit gerechnet, dass ich das hier so lange weiter betreibe und stetig mit neuem Content füttere. Aber was soll ich sagen? Ich liebe es meine ganzen Gedanken, Gefühle und Meinungen niederzuschreiben, euch auch immer wieder neue Looks zu präsentieren und so leckeres Essen zu kreiren. Natürlich weiß auch ich, dass ich nicht zu den High-Fashion-Bloggern gehöre und meine Outfits auch nicht jedem aktuellen Trend entsprechen, aber am Ende des Tage möchte ich authentisch sein. Ich will  zeigen, welche Klamotte ich an mir schön finde. Ob es mal etwas teurer ist, super günstig oder auch Secondhand. Ich möchte mich hier auf dieser Plattform nicht als jemand besonders tolles präsentieren und zeigen, wie schön mein Leben ist. Nein, dass was ich will ist euch an meinem Leben teilhaben lassen und vielleicht auch den ein oder anderen inspirieren. Sei es im Bereich Mode, sei es im Bereich Lifestyle oder auch, wenn es um veganes Essen geht. Was viele gar nicht wissen: Mein Blog heißt nicht MODEGESCHMACK.COM, weil ich der Meinung bin, einen super tollen Geschmack in Sachen Mode zu haben. Nein, mein Blog hat zwei Standbeinen und Vertritt meine zwei wohl größten Interesse: Mode und Essen. Daher steht das Wort „Geschmack“ für meine vegane Ernährung und das Wort „Mode“ erklärt sich von selbst. Besonders spannend finde ich es, mit euch in Kontakt zu treten, neue Kontakte knüpfen zu dürfen und auch mit Firmen zusammen zu arbeiten, die ich selber schon seit Jahren verfolge. Besonders interessant ist es auch immer wieder, wie viele neue Firmen auf einen zu kommen und was für tolle, neue Produkte man kennen lernen darf.

Somit bin ich auch super stolz drauf, dass ich vor gut zwei Jahren mich einfach getraut und diesen Blog ins leben gerufen habe. Auch wenn ich jetzt manchmal noch komische Sprüche zu hören bekomme oder es sich lustig gemacht wird – mir egal, ich liebe Modegeschmack.com!

Und da ich mich auch dieses Mal nicht kurz fassen könnte, habt ihr heute die ersten drei Dinge kennen gelernt, die mich unendlich glücklich machen und die ich nie bereuen werde und hier geht es dann weiter mit Teil 2.

Was bereut ihr ganz und gar nicht? :- )

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4 Kommentare zu „5 Dinge, die ich NIE bereuen werde! – Teil 1

    1. Stimmt, Reisen kann man eigentlich gar nicht bereuen, auch wenn sie vielleicht manchmal nicht super verlaufen sind! Und den Umzug kann ich verstehen 🙂 Danke für die lieben Worte 🙂 Liebe Grüße an dich, Wencke xx

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