5 Dinge, die ich NIE bereuen werde! – Teil 2

Wer vielleicht gerade etwas verwirrt ist, was dieser Blogpost hier eigentlich bedeutet, wieso es schon Teil zwei ist und was im ersten Teil zu lesen war, der sollte sich hier vielleicht noch einmal den Beitrag vor zwei Wochen ansehen und dann wieder auf diesen Teil zurück kommen. Denn ich habe bereits die ersten drei Ereignisse in meinem Leben ausführlich beschrieben, auf die ich sehr stolz bin und nie mehr bereuen würde. Wäre ja schade, wenn man dann den Zusammenhang verpasst hat.. ;- )

Heute und hier soll es jetzt aber mit dem zweiten Teil und somit auch mit den letzten zwei Dingen weiter gehen, die ich ebenfalls nie bereuen werde. Es hat keine Wertigkeit, warum genau diese zwei Ereignisse erst später kommen. Liegt lediglich nur daran, dass ich mich nicht kurz fassen kann und euch nicht mehr als 2000 Wörter in einem Text zumuten wollte. Mein Ziel ist ja, dass die Beiträge auch komplett gelesen werden…

So und bevor ich mich jetzt auch wieder in der Einleitung verliere, legen wir los!

Alleine Wohnen

Wer mich noch nicht ganz so lange verfolgt und auch nicht viel Privates über mich weiß, für den muss ich wohl etwas weiter ausholen und vor allem weiter in die Details gehen. Wie ich in dem ersten Beitrag schon erwähnt habe, bin ich überglücklich mit der Entscheidung, dass ich vor ca. 5 Jahren nach Hamburg gezogen bin. Was ich dort allerdings nicht erwähnt habe ist, dass ich als kleines Mädchen nicht ganz allein hier her gekommen bin. Mein Ex-Freund und ich hatten uns damals gemeinsam für die Stadt entscheiden und somit auch die ersten gemeinsame Wohnung zusammen bewohnt. Da er beruflich aber immer sehr viel unterwegs war, war ich in vielen Dingen trotzdem auf mich allein gestellt und war auch viel in der Wohnung allein. Im Nachhinein bin ich der Meinung, dass es nicht die beste Entscheidung für uns und die Beziehung war, aber das ganze Thema hat hier auf dem Blog nichts verloren. Besonders, weil es längst in der Vergangenheit liegt und man wohl keine Energie mehr in Dinge stecken sollte, die auch schon abgeschlossen sind. Auch eins der Dinge, die ich bisher gelernt habe: Die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.

Wie bei vielem im Leben auch, gibt es auch bei Beziehungen keine Sicherheit. Aber ich möchte dieses Thema nicht weiter thematisieren, weil das eine Sache ist, die sehr privat ist und mit Modegeschmack.com nichts zu tun hat. Nach einigen Jahren haben wir uns dann getrennt (eigentlich auch eine Sache, die ich in diese Kategorie mittlerweile mit aufnehmen sollte) und ich musste anschließend sehen, wo ich bleibe. Als Azubi konnte ich mir unsere Wohnung nicht leisten und wollte dort auch nicht weiter wohnen. Vielleicht ist es eher so ein Frauen-Ding, aber ich gehöre zu der Kategorie, die auch mit Gegenständen schnell Erinnerungen verbinden. Die wollte ich so schnell es geht abschütteln und habe mich dann gegen die Wohnung entschieden und mich auf die Suche nach einer neuen, günstigeren gemacht. Ha, dass war ja sowas von eine einfache Aufgabe.. NICHT! Wer noch nie in einer sehr beliebten Großstadt nach Wohnungen gesucht hat, dem würde ich viiiiiiiel Vorlaufzeit empfehlen und alle Ansprüche zurück zu schrauben. Ich war vielleicht durch die erste Wohnung etwas verwöhnt, obwohl ich da auch schon etliche Abstriche gemacht habe und auch machen musste. Aber was für Wohnungen ich in den letzten zwei Jahren gesehen habe, ist wirklich unglaublich. So schmuddelig, uralt, in den schlimmsten Lagen und dazu noch super teuer – der Wohnungsmarkt ist wirklich heftig… scheiße.

Weil es einfach alleine nicht funktionieren wollte, hatte ich mir zusammen mit einer Freundin überlegt, in eine WG zu ziehen. Der Gedanke dahinter war eigentlich Kosten zu sparen und vor allem auch eine coole Zeit zusammen zu verbringen. Aaaaber auch diese Suche hat sich schwieriger gestaltet, als gedacht. Vielleicht war unsere Ausgangslage auch nicht die beste (zwei junge Mädels, Studentin und Azubine..) und auch das Vorhaben sollte am Ende nicht sein. Wir haben uns echt viele Wohnungen angeschaut, nette Gespräche mit den Immobilienmaklern gehabt, aber am Ende des Tages kam nie eine Zusage bei rum. Eigentlich weiß ich gar nicht genau, wie es dann kam, aber die Idee hat sich irgendwie im Sande verlaufen, sie hat alleine weiter gesucht und ich ebenfalls.

Letztendlich habe ich mich aber doch dafür entschieden, mir eine eigene kleine Wohnung zu suchen und nicht mit anderen Leuten in eine WG zu ziehe. Ich weiß selber, dass ich kein einfacher Mensch bin und auch zickig sein kann, aber ich brauche einfach meine Ruhe. Ich liebe es mittlerweile abends nach Hause zu kommen und erstens alles noch so vorzufinden, wie ich es hinter lassen haben und auch mit niemandem reden zu müssen, wenn ich mich nicht danach fühle. Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch und stempelt mich als spookey oder nicht gesellschaftsfähig ab, aber ich liiiiebe meine Wohnung und das allein sein. Besonders kann ich mir meine Zeit mit meinen Freunden dann so einteilen, wie ich es gerne will.

Keine Frage, es ist mit Sicherheit nett, wenn abends (oder morgens) jemand Zuause ist, mit dem man über den Tag quatschen kann oder vielleicht auch gemeinsam kochen, aber ich bin auch froh, dass alles doch nicht machen zu müssen. Ich möchte auch jetzt im Nachhinein nicht mehr mit einer anderen Freundin zusammen ziehen, weil ich einfach Angst um die Freundschaft hätte. Das man sich dann nach jahrelanger guter Freundschaft so sehr auf die Nerven geht oder nur an zickt, weil beide ein anderes Verständnis von Sauberkeit habe. Nene, nicht mit mir.

Im November wohne ich zwei Jahre alleine in meiner Wohnung (die ich nur Dank viel Vitamin B bekommen habe) und bin so verliebt, wie am ersten Tag. Die Lage ist super, ich habe einen Balkon, sie ist super hell, ich habe sie mir komplett nach meinen Wünschen und Vorlieben eingerichtet und ich könnte nicht glücklicher sein. Wahrscheinlich war das auch wieder so ein Ding des Schicksals, dass alles vorher nicht klappen sollte und das ich dann diese Wohnung finden sollte. Den Entschluss, in eine eigene Wohnung alleine einzuziehen, bereue ich überhaupt nicht!

(4 Jahre) Vegan leben

Es ist zwar schon viel besser geworden, aber das Thema Veganismus ist leider noch nicht ganz bei den Leuten etabliert. Wenn ich es dann mal wieder erzähle (muss) dann kommen natürlich immer wieder die gleichen Fragen auf oder es werden auch ständig die gleichen Witze gemacht. Nun gut, mittlerweile reagiere ich echt entspannt und kenne die meisten Floskeln sowieso schon. Ist ja meistens so: Bist du irgendwie anders als der Rest der Gesellschaft, bekommst du halt Sprüche ab oder musst dich rechtfertigen. Aber, wer anders leben will, der sollte auch das akzeptieren. Da finde ich auch immer ganz gute parallel zum Blog, weil auch den muss ich ständig und immer wieder rechtfertigen und mich auch da selber beweisen.

Ganz ehrlich: Ich hätte selber nie gedacht, dass ich so lange vegan lebe. Wie ich von vielen weiß, scheitert es ihnen beim Thema Käse. Das war auch immer meine große Liebe und manchmal schaue ich auch ganz neidisch, wenn sich jemand neben mir genau so ein Brot belegt. Aber komischerweise verspüre ich gar nicht den Drang danach, mir ebenfalls eins zu machen oder mal vom Brot des Gegenübers abzubeißen. Mich fragen auch immer viele, ob ich denn Grill / Fleisch Geruch mag oder ob es für mich ein Problem ist. Nein, ganz im Gegenteil. Es riecht wirklich unglaublich gut und auch echt lecker, aber trotzdem würde ich derzeit kein Fleisch wieder essen. Ich habe bewusste hier das Wort „nie“ weggelassen, weil man schließlich niemals nie sagen sollte. ;- ) Ich kann es mir derzeit zwar überhaupt nicht vorstellen, aber wer weiß, was die Zeit bringt.

Meine Entscheidung kam damals durch das erste Buch von Attila Hildmann. Ich hatte viele Jahre zuvor vegetarisch gelebt, meine Mama hatte sich dann das Buch gekauft und ich war von der vier Wochen Challenge so angetan, dass ich es einfach getestet habe und bisher dabei geblieben bin. Übrigens bin ich durch eine Reportage über Tiertransporte und Tierhaltung zur Vegetarierin geworden und habe von jetzt auf gleich das ganze Fleisch aus dem Kühlschrank in den Mülleimer geworfen. Meine Mama war etwas schockiert, aber von diesem Tag an, haben ich wirklich gar kein Fleisch mehr gegessen. Da kann ich auch ganz ehrlich sagen, dass mir das überhaupt nicht fehlt. Da hatte ich auch bislang gar keinen Appetit mehr drauf, auch wenn, wie oben schon erwähnt, ich den Geruch sehr mag. Allerdings habe ich auch in meiner veganen Zeit eine bewusste Ausnahme gemacht: Beim Fisch. Ich war noch nie ein großer Fisch-Fan (Fischstäbchen gingen aber immer), da ich schon den Geruch alles andere als appetitlich fand. Allerdings wollte ich nicht dumm sterben (okay, schlechtester Satz seit langem) und zumindest mal Lachs gegessen haben. So viele Leute mögen nicht wirklich Fisch, aber sagen dann trotzdem „Ja“ zum Lachs. Gesagt getan, gegessen und fand es dann gar nicht so schlecht, aber auch nicht super lecker. Erfahrung gemacht, die ich nicht wieder haben muss. 

Ich bin mir aber auch sicher, dass ich bestimmt in diesen vier Jahren, die ich vegan lebe, schon einiges gegessen habe, was trotzdem nicht zu 100% vegan war. Wenn man das Essen nicht selber zubereitet, kann man einfach nicht sicher sein, ob nicht doch etwas anders zubereitet wurde, oder im Essen enthalten ist, als man es annimmt. Auch im Ausland ist es nicht immer einfach. Vegetarisch kennen die meisten, aber vegan ist dann doch immer noch exotisch.

Trotzdem würde ich meine Entscheidung zum Veganismus nie mehr bereuen, da ich so eine gute Zeit bislang hatte, viele neue Lebensmittel entdeckt habe und auch in meiner Küche super kreativ werde. Es geht mir wirklich sehr gut, meine Haut ist besser geworden, ist bin echt viel fitter und fühle mich rund um wohl. Ich bekomme in fast jedem Restaurant etwas zu essen, in Cafés meinen Kaffe auch mit Sojamilch und muss so auch außerhalb auf kaum etwas verzichten. Es macht mir persönlich großen Spaß so zu leben und ich würde es auf keinen Fall bereuen, vor 4 Jahren NEIN zu Tier –  Produkten auf meiner Speisekarte gesagt zu haben. 

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