Ehrlich währt am längsten oder ist Ehrlichkeit scheiße?

Im September habe ich noch (groß) angekündigt, wieder mit dem Blog zurück zu sein und schwupps, kam bis heute nur noch ein Artikel (im Oktober) online. Eigentlich möchte ich dazu gar nichts mehr sagen und wieder neue Ausrede für euch aufschreiben, denn ich hatte schlicht und einfach.. keine Lust mehr. Ich habe von vielen Seite Fragen zur Blog-Abstinenz zu hören bekommen, was denn mir mit los sei, wieso gar nichts mehr passiert, weil mein Blog vorher eben auch mein Baby war. Ich habe jeden Tag dafür gearbeitet, nächtelang Blogposts geschrieben, Mails beantwortet und jedes Wochenende Bilder gemacht und .. na ja. Am Ende wurde mir das alles hier einfach zu viel (neben meinem richtigen Job, der Familie, den Freunden..) und andere Dinge habe ich durch das viele arbeiten an Modegeschmack.com vernachlässigt.

Und was soll ich sagen? Mich hat die Lust jetzt und vielleicht auch endlich wirklich wieder gepackt. Nicht allein nur deswegen, weil ich es von allein Seiten zu hören bekommen habe, dass sie meine Blogposts wirklich vermissen (das hätte ich nie gedacht!) sondern auch, weil mir doch etwas gefehlt hat und ich es eigentlich schade fand, dass ich es so schleifen lassen habe. Nun ja, diese letzten Worte zu diesem Thema und somit eine kurze (ich habe es mal geschafft, mich etwas kürzer zu halten) Erklärung sollte reichen, um etwas Licht ins Dunkeln zu bringen und mich vielleicht auch einfach zu verstehen. Kann auch sein, dass mich das neue Jahr wieder anders denken lässt, Energie gibt und mir meine Motivation zurück gegeben hat oder das mir diese lange Pause gut tat und ich jetzt (wirklich!) wieder zurück bin. Anyways..

Ehrlichkeit 

Der eigentlich Grund, weswegen ich mir gerade meinem Laptop geschnappt und mich auf mein Bett gelegt habe ist, dass mir leider aufgefallen ist, dass die Wahrheit doch nicht immer so toll ist, wie man denkt. Erst recht nicht, wenn man jemanden damit vielleicht vor den Kopf stößt. 2017 war so ein Jahr, in dem ich auch das erfahren musste. Einfach die Wahrheit gesagt zu bekommen (oder zumindest die vermeintliche) und dann damit a) alleine zu stehen und b) auch damit alleine klar zu kommen. Natürlich ist es das Beste, wenn man weiß woran man ist und auch einfach weiß, was Sache ist. Aber hart ist es am Ende trotzdem. Egal wie nett oder charmant sie dir verpackt wird.

Viel besser ist es aber auch nicht, wenn du selber ehrlich bist. Es tut dir im ersten Moment gut, weil DU (nur du) dir endlich alles von der Seele reden konntest, aber im Nachhinein habe ich persönlich eher ein schlechtes Gefühl. Vielleicht, weil ich die andere Seite kenne, in der man vor den Kopf gestoßen wird bzw. mit finalen Entscheidungen konfrontiert wird? Oder, weil ich eigentlich immer versuche, möglichst wenig negative Dinge in mein Leben zu lassen und alles irgendwie am Ende noch ins Positive schieben will?

Ich weiß es ehrlich gesagt (haha, wie passend) nicht. Aber eine Sache habe ich im vergangenen Jahr auf jeden Fall gelernt. Wenn du dich für etwas entscheidest und es dir  fest in den Kopf setzt, können noch so viele Argumente von außen kommen, du bleibst bei deiner Meinung. Und wenn du diese Eigenschaft und den eigentlichen Sturkopf von dir selber kennst, warum (zur Hölle) erwartet man dann andere Dinge von jemand anderem? Wenn man beginnt, jemanden vom Gegenteil überzeugen zu wollen, zieht sich dein Gegenüber leider immer mehr zurück und stellt sich noch mehr quer, als er/sie es zu Beginn getan hat. Du hast einfach selten die Chance, jemanden zu überreden. Aber die Frage die bleibt ist: Möchtest du das überhaupt? Möchtest du jemandem etwas einreden, was er selber so nicht will? Willst du so in etwas hineingezogen werden, wozu du eigentlich absolut keinen Bock drauf hast?

Ehrlichkeit ist etwas, was weh tun kann, aber was dir genauso gut dabei hilft, nicht an Dinge festzuhalten, die sinnlos und überflüssig sind. Ich hätte gerne mehr von diesen ehrlichen Worte in meinem Leben (sei es von Freunden, der Familie oder vom aktuellen Date) und versuche ebenso, Dinge anzusprechen, die ich entweder echt cool finde oder eben auch scheiße. Das Recht dazu nehme ich mir einfach raus. Wenn die Person mir gegenüber damit nicht so ganz umgehen kann, dann ist das in der Sekunde aber nicht mein Problem. Klingt vielleicht scheiße und arrogant, aber ist genau so gemeint. Dieses kleine bisschen mehr Kritikfähigkeit würde jedem von uns gut tun und ebenso stärkt es vielleicht die Sicht auf dich selber

Denn ab und an laufen wir doch etwas blind, mit einer rosaroten Brille durch die Welt, die uns keiner abnimmt und sagt, wie kacke das eigentlich aussieht

xx, Wencke

P.S. Die Bilder sind noch von Mitte November, daher auch noch die Blätter an den Bäumen und meine braunen Haare.  Der nächste Post ist aber mit neuen Haaren. 😉

Ich trage: Mütze: Hutshopping.de, Schal: Zara, Jacke: Zara, Hose: H&M, Schuhe: Koton, Tasche: Fritze aus Preußen, Brille: Urlaubsmitbringsel von Amina – merci! 🙂 

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