Ein bisschen mehr Dankbarkeit, bitte!

Als ich die Tage mal wieder mit meinem Auto gefahren bin (leider komme ich nur noch selten dazu, da ich seit Anfang des Jahres zu den U- und S-Bahn Fahrern gehöre) habe ich eine ganz süße Nachricht im Radio gehört.
Ab und an gibt es bei Radio Energy Formate, in denen Zuhörer anrufen und sagen können, was auch immer sie wollen. Den Sinn dahinter habe ich noch nicht ganz verstanden, aber nun gut. Am Samstag rief ein Mann an und bedankte sich dafür, dass es den Radio Sender gibt, dass er froh ist, dass das Team am Wochenende und auch an den Feiertage da ist. Also eigentlich hat er einfach ein generelles Dankeschön ausgesprochen. Ich war in dem Moment etwas überrascht und irgendwie gerührt, weil man, oder vielleicht auch nur ich, so etwas doch wirklich selten hört und genauso selten wohl auch selber ausspricht. Dabei meine ich jetzt keine Dankesworte an einen Radiosender.

Viele Dinge im Leben sieht man als selbstverständlich und als normal an und vergisst leider in dem ein oder anderen Moment, einfach mal „DANKE!“ zu sagen. Oder eben auch zufrieden zu sein. Auch, wenn das Leben nicht perfekt ist, man sollte doch immer wieder darüber nachdenken, wie viel Glück man im Leben hat.
Ich selber neige auch immer wieder dazu, mich über die kleinen Dinge zu beschweren oder mein Leben, gegen das von anderen, schlechter zu reden, als es eigentlich ist.

Wir nörgeln über den Schnee, andere haben riesige Probleme mit Wasser. Wir meckern über unsere Figur, manche haben nicht einmal täglich etwas zu Essen auf dem Tisch. Wir beschweren uns, dass wir so viele Abzüge für die Sozialversicherungen monatlich haben, andere können sich keinen Besuch beim Arzt erlauben. Meckern, meckern, meckern und dabei nie einfach mal ein Danke. Oder, wenn man es schon nicht ausspricht, es sich halt einfach zu denken. Im Komplimente aussprechen bin ich ja auch schon so schlecht, im Danke sagen ebenso.
Wir können doch alle froh sein, dass wir gesund sind, uns eigenständig bewegen können und ein Dach über dem Kopf haben. Auch, dass wir uns Essen kaufen können. Für uns total normal und alltäglich, aber eben auch nicht selbstverständlich. Ebenso das Thema Bildung und die Vielzahl an Möglichkeiten, die uns geboten werden. Es ist so viel da,  und wir können alles nutzen, sind aber meistens trotzdem nicht happy. Warum eigentlich? Und wie oft bedankt ihr euch eigentlich? Bei euern Freunden, der Familie, für eure Möglichkeiten und dass sie immer für euch da sind? Oder das es sie gibt? Ohne, dass sie etwas für euch gemacht oder euch geholfen haben? Ich definitiv zu selten. Aber dabei ist das eben auch gar nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt zu finden und dabei auch authentisch zu sein. Es gibt für mich persönlich, nicht schlimmeres, als ein aufgesetztes Danke oder eins, welches einfach nicht ernst gemeint ist.
Auch die tägliche Frage am Telefon von Kunden mit „Wie geht es dir?“ ist doch auch nie wirklich interessiert gemeint. Falls ich mal sagen würde „Ach nicht so gut.“ Würde auch nur die Antwort kommen: „Achso, okay. Ja, wie ist es denn jetzt mit…“ Genauso wenig wie die andere Seite in der Sekunde die Wahrheit zeigt bzw. wahres Interesse, würde ich auch nie negativ antworten.
Indem ich einfach sage, dass es mir gut geht, ist alles geklärt und wir können weiter machen.

Aber wir wollten ja beim Thema Dankbarkeit bleiben und nicht auf das Thema Ehrlichkeit über schweifen. Vielleicht ist das Thema sogar etwas für nächste Woche.. 😉

Ich werde auf jeden Fall versuchen, viel öfter im Leben dankbar zu sein und nicht alles im Leben als selbstverständlich zu betrachten. Und vielleicht auch meinen Freunden und meiner Familie mehr zeigen, wie dankbar ich bin, dass es sie gibt. Ich bin mir sicher, dass wird am Ende nicht nur mich glücklich machen, sondern sie ebenso. Hoffe ich zumindest… ;- )

Aber bei allem, an was man sich heutzutage halten soll / muss, ist auch das natürlich nicht so ganz einfach. Man soll sich gesund ernähren, Sport treiben, viel Spaß haben, dankbar sein, nett sein, dies sein und das erledigen. Schon viel, was da von einem verlangt wird. Viel, aber eben auch viel wichtiges.. 

Ich trage: Jacke: New Yorker, Schal: Topshop, Mütze: Amazon, Pullover: Pull&Bear, Rock: H&M, Tasche: Bijou Brigitte , Schuhe: Zara

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2 Kommentare zu „Ein bisschen mehr Dankbarkeit, bitte!

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